Sommer-Update 2025
Für ein paar Wochen war ich wieder vor Ort und hab mit den Kindern gearbeitet. Nun ist das
Kindergartengebäude auch schon fast fertig. Es lernen 120 Schulkinder und fast 80
Kindergartenkinder in unserer Schule. Sie lernen mit viel Freude und Spaß. Die Lehrpersonen
unterrichten mit sehr viel Liebe und Verständnis. Das Lernniveau ist sehr gut. In der staatlichen
Auswertung von den Prüfungen sind unsere Kinder an der Spitzenstelle der Schulen. Dies zeigt
auf einen sehr guten Unterricht unserer Lehrpersonen.
Die meisten Kinder sind aus ärmlichen
Verhältnissen. Viele Eltern sind Analphabeten. Trotzdem lernen die Kinder ausgezeichnet. Unser
Waisenhaus beheimatet inzwischen ca. 25 Kinder. Halbwaisen und Waisenkinder, aber auch
Kinder, die von weit herkommen. Das Schulgeld ist weiterhin bei 150 Euro für die
Tagesbetreuung und Unterricht. Und 250 Euro für Kinder, die in unserem Heim wohnen. Der
Schulbus fährt täglich am Morgen und am Abend je zwei Fahrten, denn alle Kinder haben
während einer Fahrt nicht Platz.
Das Essen ist ausreichend und die Kinder freuen sich täglich über ihren Brei zum Frühstück und
das landesübliche Mittagessen zum Mittag. Die Köchinnen kochen immer noch in der viel zu
kleinen Kochhütte und im Freien. Sobald der Kindergarten und die Schutzmauer um unser ganzes
Grundstück fertig sind, wollen wir mit dem nächsten sehr wichtigen Gebäude beginnen. Bei der
Mauer sind noch zwei Seiten offen. Nach der Fertigstellung wollen wir mit dem Speisesaal und
einer richtigen Küche, in der die Köchinnen, ohne Gesundheitsgefährdung durch starken Rauch
arbeiten müssen, vorangehen. Wir hoffen auf weiterhin kräftige Unterstützungen, damit wir Stein
für Stein, Schritt für Schritt mit unserem Projekt der Liebe weiterkommen.
In Madibira und Umgebung gibt es sehr viele Waisenkinder, vor allem auch Halbwaisenkinder,
die bei ihren Müttern wohnen. Die Mütter sind ohne Beruf und mit Feldarbeit, sofern sie ein Feld
haben, beschäftigt und es ist für sie sehr schwierig, ihre Kinder mit der Schulbildung vertraut zu
machen. Somit versuchen wir diese Kinder in unserem Waisenhaus unterzubringen, um auch
ihnen eine gute Ausbildung zu ermöglichen. Denn mit einer guten Grundausbildung, können die
Kinder aus dieser Armutsschiene herauskommen und in Zukunft wird ihnen ein besseres Leben
bevorstehen. Diesen Kindern wird es auch gelingen in weiterer Zukunft wiederum ihren Kindern
eine gute Schulbildung zu ermöglichen.
Schritt für Schritt gehen wir voran, mit einer Hilfe zur
Selbsthilfe für ein ganzes Dorf und dessen Umgebung. Wir wollen den Eltern, die mit der
Schulbildung nicht vertraut sind, näherbringen, dass die Schulbildung sehr wichtig ist, damit sie
ihre Kinder regelmäßig in die Schule schicken und sie bei uns lernen lassen.
Während den Wochen, in denen ich mit unseren Kindern unterwegs war, probierten wir wieder
verschiedene Maltechniken aus, mit Wasserfarben, Holzfarben, Ölkreiden. Wir sangen deutsche
Lieder und schrieben Briefe an Kinder in Vorarlberg. Die Kinder lernten sehr schnell und hatten
beim Lernen viel Spaß. Auch die Lehrpersonen erfreuten sich darüber sehr und in den Pausen
entdeckten die Kinder das Gummihüpfen und praktizierten es mit viel Spaß.
Ebenfalls war ein Dankgottesdienst in unserer Schule, zu dem viele Menschen, Familien aus der
Umgebung kamen. Alle Mitfeiernden waren sehr begeistert vom Können unserer Kinder, was sie
anschließend in englischer Sprache aufgeführt haben. Die Gäste waren auch sehr begeistert von
der Entwicklung, dem Standard unserer Einrichtung, besonders das Waisenhaus, denn es ist mit
kleinen Zimmern für je vier Kindern, guten Toiletten, Waschräume mit Fliesen in einem guten
Zustand und sehr attraktiv. Die Gebäude wurden alle vom Priester gesegnet.
Es war ein sehr fröhlicher Tag und im Anschluss gab es für alle ein leckeres Essen sowie für alle Kinder einen süßen Saft und Kekse. Die Menschen gingen sehr glücklich und zufrieden nach Hause und der Ruf von unserer Schule breitet sich im guten Sinne in vielen Dörfern, auch in sehr weit
abgelegenen Dörfern und Städten aus. Somit hoffen wir, dass unsere Schule weiterwächst. Mit
Hilfe unseres Patrons dem Hl. Josef und mit Unterstützungen unserer Freunde und Wohltätern
können wir weiterhin unsere vielen Kinder, Waisenkinder und Halbwaisenkinder auf ihrem
wichtigen Schritt ins Leben fördern und begleiten.










